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Albrecht Heger

Albrecht Heger wurde am 12.08.1958 in Zeitz geboren. Nach einer Bergbaulehre mit Abitur war er Sprenghauer Wismut. Von 1983-84 arbeitete er als Volontär Grafik und war ab 1984 am Theater Zeitz angestellt. In den Jahren 1984 - 86 besuchte er die Abendakademie an der Hochschule für Grafik u. Buchkunst in Leipzig und von 1986 - 89 die Hochschule für Bildende Künste in Dresden wo er einen Abschluß als Dipl. Designer (Malerei/ Plastik) erwarb. Seit 1989 ist er Malsaalvorstand im Theater Zeitz sowie freier Maler und Grafiker. Siehe auch: http://www.malerei-grafik-heger.de.

Eine Auswahl von Sprüchen und Gedichten von Albrecht Heger

Die Raupe

Es raupt die Raupe durch Geäst und Flieder -
hegt keinen Groll der Schwabbelmieder.
Ist's einfacher manch' Stengel zu beklettern,
als im eig'nem Sude wälzend, triefend, wütend, schnaubend,
das stille Umfeld zu bewettern.
Man beglotzt das Tier vor Ekel und geheht nun, dem Räupchen Leide anzutun.
Der Weg zu weit, die Müh' gar gross, gehemmt durch eig'ne Kilomassen,
den Vorgang zu beenden.
Zum richt'gen End' kommt's, wie's kommen muss,
Aus Raup' wird bald ein wunderschöner Ding.
Das Untier bleibt's, kann nicht aus seiner Haut,
muss leben damit, ewig lang.
Der eig'nen Fratze nicht bewusst, vegetiert's dahin im Stumpfsinn
ohne Linderung.
Der Schöpfer weiss, was er da tut -
nur ist am Ende wohl zu fragen, welcher von den beiden,
den höhern Range hat zu tragen.

Der Lebensbilder nur schwarz - weiß gemalt, überlaß’ ich gern dem Bürokrat.

Den Weg im Herzen, das Ziel im Kopf, Klarheit bringt mein Suchen.




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