Friedrich Wilhelm Weber (1729-1781)

Friedrich Wilhelm Weber wurde am 25. Dezember 1813 in Alhausen bei Driburg. Er besucht das Gymnasium Theodorianum in Paderborn, studierte Medizin in Greifswald und Berlin. Das große Westfalenepos "Dreizehnlinden" macht den beim Erscheinen bereits 63jährigen zu ienem der populärsten Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Er starb am 5. April 1894 in Nieheim.

Winterwald

Winterwald im Sonnenglanze,
Reich an Sibler und demanten,
Die an jedem Zweige blitzen,
Die auf jeder Knospe brannten!

Rings ein Glimmern und ein glühen,
Gleich als wollten eitle Zwerge
Einmal zum Verwundern zeigen
All den Reichtum ihrer Berge;

Al den Hort geheimer Schätze,
Die sie rastlos schürften, scharrten:
Winterwald im Sonnenglanze,
Schöner als ein Frühlingsgarten!

Wäre nicht der Neid der Götter

"Wäre nicht der Neid der Götter,
Menschen könnten glücklich werden;
Wäre nicht der Haß der Menschen,
O, es wäre schön auf Erden!

Grollend schaun die Loseschüttler
Von den dunkeln Wolkensitzen;
Will ein Herz in Hoffnung knospen,
Dräun sie mit des Zornes Blitzen.

Will ein Herz in Freud' erblühen,
Auf die ersten zarten Sprossen
Schleudern sie mit harten Händen
Winterschnee und rauhe Schloßen.

Und der Erdensohn, um aller
Not ein Übermaß zu schaffen,
Schlag um Schlag auf seinesgleichen
Schwingt er die verruchten Waffen.

O, nicht hungerhagre Wölfe,
Die ein krankes Reh gefunden
Und sich balgen um die Beute,
Reißen sich so tiefe Wunden! --

Wäre nicht der Neid der Götter,
Menschen könnten glücklich werden;
Wäre nicht der Haß der Menschen,
O, es wäre schön auf Erden!"

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