Gedicht

Definition

Seit dem 18. Jahrhundert Bezeichnung für poetische Texte der Lyrik (von Griechisch lyra = Leier), einer der drei Hauptgattungen der Dichtung (neben Epik und Dramatik). Die Bezeichnung wurde abgeleitet vom Verb "dichten" bzw. vom Nomen "Dichtung".

Die zentralen Merkmale eines Gedichts sind das Versmaß, der Reim und die Strophe:
Versmaß: Als Versmaß (Metrum als Merkmal der gebundenen Rede) kommen u.a. in Frage: Blankverse, Jamben, Trochäen, Knittelverse oder freie Verse).

Reim: Der Reim (lautliche Angleichung am Beginn oder Ende von Versen) tritt meist als Stabreim (Alliteration), Paarreim, Kreuzreim, Kehrreim oder Schüttelreim in Erscheinung.
Strophe: Die Strophe ist ein zentrales Gliederungselement des Gedichts. Sie wird bei gesungenen Gedichten (Liedern) zur musikalischen Einheit.
Neben diesen formalen Kriterien ist Lyrik wie keine andere Gattung durch die Verwendung sprachlicher Stilmittel gekennzeichnet, die die Bedeutung der Normalsprache erweitern, überlagern oder auch "verdichten": Hier sind vor allem die Sprachbilder Metapher, Allegorie, Symbol und Emblem zu nennen.

Fast alle Wege sollen frei sein

Fast alle Wege sollen frei sein
Fast alle Träume sich erfüllen
Stets soll ein Quäntchen Glück dabei sein Dich soll ein Schutzmantel umhüllen

Fast alle Türen sollen sich auftun
Fast alle Sorgen sollen vergehen
Sollst immer Zeit finden zum Ausruh´n
Soll immer jemand dich verstehen

Fast hätte ich es noch vergessen
Du wirst nun fragen: Warum fast?
Du wirst es irgendwann ermessen
Ganz wunschlos sein ist eine Last
von VersSchmiede - weitere Gedichte

Nur so viel will ich bemerken, dass, um vollendete Prosa zu schreiben, unter anderm auch eine große Meisterschaft in metrischen Formen erforderlich ist.
Heinrich Heine (1797-1856) - Dichter und Journalist

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