Gottfried August Bürger

Gottfried August Bürger 1747-1794.

Amors Pfeil hat Widerspitzen.
Wen er traf, der lass' ihn sitzen,
und erduld' ein wenig Schmerz!
Wer geprüften Rat verachtet
Und ihn auszureißen trachtet,
der zerfleischet ganz sein Herz.

Die Eine

Sonett.
Nicht selten hüpft, dem Finken gleich im Haine,
Der Flattersinn mir keck vor's Angesicht.
»Warum, o Thor, warum ist denn nur Eine
Dein einziges, dein ewiges Gedicht?

Ha! Glaubst du denn, weil Diese dir gebricht,
Daß Liebe dich mit Keiner mehr vereine?
Der Gram um sie beflort dein Augenlicht,
Und freilich glänzt durch diesen Flor dir Keine.

Die Welt ist groß, und in der großen Welt
Blühn schön und süß viel Mädchen noch und Frauen.
Du kannst dich ja in manches Herz noch bauen.«

Ach, Alles wahr! Vom Rhein an bis zum Belt
Blüht Reiz genug auf allen deutschen Auen.
Was hilft es mir, dem Molly nur gefällt?


Gedichte und weitere Werke von Gottfried August Bürger in Partnerschaft mit amazon.de:

Sicherlich finden Sie auch einige von Gottfried August Bürgers Gedichtbänden bei eBay:





Arthur Schopenhauer Aphorismen zur Lebensweisheit

Sprüche-T-shirts