Laotse (6. Jh. v.Chr.)

Laotse war ein chinesischer Philosoph. Er ist Autor des Dao-de-dsching und Begründer des Taoismus.

Sprüche und Zitate von Laotse

"Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt." - Kapitel 64 (engl.: "The journey of ten thousand miles begins with the first step.")

"Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es." - Kapitel 29

"Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke." - Kapitel 78


"Der beste Führer ist der, dessen Existenz gar nicht bemerkt wird, der zweitbeste der, welcher geehrt und gepriesen wird, der nächstbeste der, den man fürchtet und der schlechteste der, den man hasst. Wenn die Arbeit des besten Führers getan ist, sagen die Leute: »Das haben wir selbst getan«." - Kapitel 17

"Die Belehrung ohne Worte, den Wert des Nicht-Handelns erreichen nur wenige auf Erden." - Kapitel 43; Übersetzung Richard Wilhelm, 1911

"Die Wiederkehr ist der Weg des Sinns. Die Sanftheit ist die Wirkung des Sinnes. Alle Dinge dieser Welt entstehen aus dem Sein. Das Sein entsteht aus dem Nichtsein." - Kapitel 40

"Durch Liebe kann man mutig sein, durch Genügsamkeit kann man weitherzig sein. Wenn man nicht wagt, in der Welt voranzustehen, kann man das Haupt der fertigen Menschen sein." - Kapitel 67; Übersetzung Richard Wilhelm, 1911

"Ein Land regiert man nach Regel und Maß, Krieg führt man ohne Regel mit List." - Kapitel 57

"Farbenpracht blendet das Auge." - Kapitel 12; Übersetzung Ernst Schwarz, 1978

"Gewalt zerbricht an sich selbst." - Kapitel 42

"Gut geht, wer ohne Spuren geht." - Kapitel 27; Übersetzung Ernst Schwarz

"Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut." - Kapitel 67

"Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk." - Kapitel 57

"Selbst Himmel und Erde können nichts Dauerndes schaffen, um wie viel weniger der Mensch." Kapitel 23

"So sind die guten Menschen die Lehrer der Nichtguten, und die nichtguten Menschen sind der Stoff für die Guten. Wer seine Lehrer nicht werthielte und seinen Stoff nicht liebte, der wäre bei allem Wissen in schwerem Irrtum. Das ist das große Geheimnis." - Kapitel 27, Übersetzung Richard Wilhelm, 1911

"Ton knetend formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. […] Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn." - Kapitel 11

"Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." - Kapitel 81, Übersetzung nach Richard Wilhelm, 1911

"Was du zusammendrücken willst, das mußt du erst richtig sich ausdehnen lassen. Was du schwächen willst, das mußt du erst richtig stark werden lassen." - Kapitel 36, Übersetzung Richard Wilhelm, 1911

"Wenn Güte als gut gelten will, wird sie zu Ungutem." - Kapitel 2

"Wer andere besiegt, hat Kraft. Wer sich selber besiegt, ist stark." - Kapitel 33, Übersetzung Richard Wilhelm, 1911

"Wer das Lernen übt, vermehrt täglich. Wer den Sinn übt, vermindert täglich." - Kapitel 48; Übersetzung Richard Wilhelm, 1911

Macht der Liebe

Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Macht ohne Liebe macht grausam.
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.

Alle Welt sagt ...

Tao Te King, Abschnitt 67

Alle Welt sagt, mein Sinn sei zwar groß,
aber sozusagen unbrauchbar.
Gerade weil er groß ist,
deshalb ist er sozusagen unbrauchbar.
Wenn er brauchbar wäre,
so wäre er längst klein geworden.
Ich habe drei Schätze,
die ich schätze und wahre.
Der eine heißt: die Liebe;
der zweite heißt: die Genügsamkeit;
der dritte heißt: nicht wagen, in der Welt voranzustehen.
Durch Liebe kann man mutig sein,
durch Genügsamkeit kann man weitherzig sein.
Wenn man nicht wagt, in der Welt voranzustehen,
kann man das Haupt der fertigen Menschen sein.
Wenn man nun ohne Liebe mutig sein will,
wenn man ohne Genügsamkeit weitherzig sein will,
wenn man ohne zurückzustehen
vorankommen will:
das ist der Tod.
Wenn man Liebe hat im Kampf,
so siegt man.
Wenn man sie hat bei der Verteidigung,
so ist man unüberwindlich.
Wen der Himmel retten will,
den schützt er durch die Liebe.

Übersetzung von Richard Wilhelm


Zufrieden sein heißt, reich zu sein.
Mit Nachdruck etwas durchführen bedeutet Wille.
Seinen Platz nicht zu verlieren, heißt Bestand zu haben.
Sterben und doch weiterleben, bedeutet Unsterblichkeit.
Laotse bei amazon.de:

Linktipps zu Laotse:


Arthur Schopenhauer Aphorismen zur Lebensweisheit

Sprüche-T-shirts