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Plattdeutsche Gedichte

Als Niederdeutsch oder Plattdeutsch (Nederdüütsch, Plattdüütsch) werden die im Norden Deutschlands verbreiteten Mundarten bezeichnet, also als Oberbegriff von Niedersächsisch (Westniederdeutsch) und Ostniederdeutsch. Diese zeichnen sich durch das Fehlen der hochdeutschen Lautverschiebung aus. Heute sprechen nur noch sehr wenige Menschen Plattdeutsch.
Die niederdeutschen Mundarten gehören zum Dialektkontinuum der kontinentalen westgermanischen Mundarten, zusammen mit den übrigen hochdeutschen Mundarten und niederländischen Mundarten. Darüber hinaus weisen die Dialekte des Niederdeutschen Ähnlichkeiten mit dem Englischen und dem Friesischen auf.
(Quelle: Wikipedia)

Es gibt eine Vielzahl von niederdeutschen Dichtern, die sehr schöne Gedichte geschrieben haben. Einer von Ihnen ist Hermann Claudius und seine Kinnerriemels wie z.B. Lütt Ursel! oder In Dustern. Aber lesen Sie auch die anderen Plattdeutschen Gedichte.

Luett Ursel

Kumm, min Kind, op minen Schot.
Du buest luett. Un ick buen grot.

Ich buen grot. Un due buest luett.
Un wo heemlich wie hier sitt,

lacht und snackt, und dromt en Stuenn
een uns in den annern rin. -

Sueh mal dor: wat is mi duett?
Du buest grot. un ick buen luett.
Hermann Claudius

In Dustern

Mal harr min Mudder den Sloetel vergeten,
hew ick en Stuenn lang in Dustern seten.

Allens runduem weer swatt an swatt
uns o week as Wull un Watt.

Ick mak min Ogen mal op und mal to.
Allesn runduem blew ebenso

Allesn runduem wer swatt an swatt
uns o week as Wull und Watt.

Wat's nu baben? Wat's nu uenn'?
Un so set ick woll en Stuenn

op'n Stohl un roeg keen Been,
holl mi an min egen Kneen.

Man - as ick den Sloetel hoer,
wee'ck mit eenen Sprung bi Doer.
Hermann Claudius

Gedichte

Abendfreden

De Welt is rein so sachen,
As leeg se deep in Drom,
Man hört ni weenn noch lachen,
Se's lisen as en Bom.

Se snackt man mank de Blaeder,
As snack en Kind in Slap,
Dat sünd de Wegenleder
Voer Köh un stille Schap.

Nu liggt dat Dörp in Dunkeln
Un Newel hangt dervaer,
Man hört man eben munkeln,
As keem't vun Minschen her.

Man hört dat Veh int Grasen,
Un Allens is in Fred,
Sogar en schüchtern Hasen
Sleep mi vaer de Föt.

Das wul de Himmelsfreden
Ahn Larm un Strit un Spott,
Dat is en Tid tum Beden -
Hör mi, du frame Gott!
Klaus Groth

Sünndagsruh

De Rau de treckt doer Hus un Stall, dat ganze Feld is still,
De Schatten liggt in Doer un Del, de Sünnschin oppen Knüll.

Dar is en Platz vaer Fred un Glück, to Sit de junge Fru!
Se sitt un hollt en Kind in Schot, se spelt, se lacht in Ruh.

Keen Wulk is in de blaue Luft, keen Fol in dit Gesich.
Keen Lut! as aewert stille Feld de Klocken feierlich.
Klaus Groth

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