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Frühling

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike (1804-1875)

Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt;
er setzt seine Felder und Wiesen instand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände früh morgens bis spät.

Die Bäurin, die Magd, sie dürfen nicht ruhn,
sie haben im Haus und im Garten zu tun;
sie graben und rechen und singen ein Lied
und freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
dann erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"
Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!" - da wußt' ich genug!
Heinrich Seidel (1842-1906)

Frühling soll mit süßen Blicken
Mich entzücken und berücken,
Sommer mich mit Frucht und Myrthen
Reich bewirten, froh umgürten.
Herbst, du sollst mich Haushalt lehren,
Zu entbehren, zu begehren,
Und du Winter lehr mich sterben,
Mich verderben, Frühling erben.
Brentano, Clemens (1778-1842)

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.
Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen sprießen.
Wenn due eine Rose schaust,
Sag, ich laß sie grüßen.
Heinrich Heine (1797-1856)

Der Frühling naht

Hört die Vögel singen,
der Frühling zieht nun ein.
Hört, wie schön sie klingen,
egal, ob groß, ob klein.

Schon am frühen Morgen
klingt stets ein frohes Lied,
vertreibt es uns die Sorgen,
egal, was auch geschieht.

Frühlingserwachen, wunderschön.
Nun macht es viel mehr Spaß
am Morgen aufzusteh'n.
Zu machen, dies und das,
zur Arbeit dann zu geh'n.

Oh, du schöne Frühlingszeit.
Nun ist der Sommer nicht mehr weit.
I. Cornelia Schoeneberg
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Der Frühling

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
die Tage kommen blütenreich und milde.
Der Abend blüht hinzu und helle Tage gehen
vom Himmel abwärts, wo die Tag' entstehen.

Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten
wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
so sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.
Friedrich Hölderlin (1770-1843), deutscher Lyriker

Alles freuet sich und hoffet, wenn der Frühling sich erneut.
Friedrich von Schiller (1759-1805), deutscher Dichter und Philosoph

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