Haussprüche

Denn Heiterkeit und holde Sitte,
wie Sommerluft, durchwehn dein Haus,
und, goldbeschuht, mit leisem Tritte
gehn Segensengel ein und aus.
Eduard Mörike (1804-1875)


Ich baue nicht aus Lust und Pracht,
die Not hat mich dazu gebracht.

Der Segen des Herrn machet reich ohne Mühe und Arbeit.

Gott bewahre dieses Haus und alle, die da gehen ein und aus.

Es ist nichts so schön gemacht,
so kommt doch einer, der's veracht'.

Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden.

Wenn dieses Haus solange hält,
bis Not, Hass und Neid verfällt,
dann hält' es bis ans' End' der Welt!

oder

Wenn dieses Haus nur so lang steht,
Bis aller Hass und Neid vergeht,
Dann bleibt's fürwahr so lange steh'n,
Bis daß die Welt wird untergeh'n.

Wann die Esel Flöten blasen
Und Schnecken springen wie die Hasen,
Wenn mein Weib tut nimmer zanken,
Dann erst soll dieser Giebel wanken.

Mensch sei nicht so eitel,
geh nicht so hoch hinaus,
4 große und 2 kleine Bretter
sind einst dein letztes Haus.

Allen zu gefallen ist unmöglich
Liebe Gott, auch den Negsten dein
Wirst hier und dorth gleich sellig seyn.
Was du nit wilst
Thue ein anderen nit.
(Wallgau/Obb., 1765)

Armut und Alter
Ist ein schwehrs Malter:
Diß Häußlein soll helffen tragen
Freie Wohnung nit versagen.
Joh. Greßel anno 1600 Schweinfurt/Unterfranken am Kirchplatz

Beware uns
O Got für Unglück U Brand
U segne uns mit voller Hand
(Herten, 1786)

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